Bellilin® - Bäuchlein gut, alles gut!

Bellilin® (abgeleitet aus dem Englischen "belly", zu Deutsch "Bauch") ist ein homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, Völlegefühl, Darmträgheit, kolikartigen Schmerzen und Dreimonatskoliken. Es reguliert die sensiblen Verdauungssysteme von Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsene auf natürlich sanfte Weise.

Bellilin® kombiniert die vier homöopathischen Inhaltsstoffe: Carbo vegetabilis, Asa foetida, Lycopodium und Nux vomica. Ihre gut aufeinander abgestimmte natürliche Wirkweise hilft:

  • gasbedingtes Völlegefühl und einen aufgetriebenen Bauch zu reduzieren
  • vermehrtes Aufstoßen und den Abgang von Darmgasen zu verringern
  • die Darmtätigkeit zu normalisieren

Auf diese Art unterstützt Bellilin® häufige Auslöser kolikbedingter Schmerzen zu behandeln. Der kindliche Körper findet besser zur Ruhe, was das Ein- und Durchschlafen erleichtert. Bellilin® Tabletten können ab 0 Jahren und auch zur Behandlung von älteren Kindern und bei Erwachsenen zur Linderung von Verdauungsbeschwerden mit Blähungen, Völlegefühl und Darmträgheit angewendet werden.

Wirkstoffe

Carbo vegetabilis D3

Carbo vegetabilis wird aus Holzkohle der Rotbuche gewonnen.
Hilft bei schmerzhaften Blähungen und häufigem Aufstoßen.

Asa foetida D3

Asa foetida wird aus Asant, einer fernöstlichen Pfl anze, gewonnen.
Hilft bei Magendrücken, aufgetriebenem Bauch und schmerzhaften Blähungen.

Lycopodium D5

Lycopodium wird aus getrockneten, reifen Sporen des Keulen-Bärlapps gewonnen.
Hilft bei Völlegefühl, lautem Rumoren und Berührungsempfindlichkeit des Bauches.

Nux vomica D5

Nux vomica wird aus den getrockneten, reifen Samen der Brechnuss gewonnen.
Hilft bei Flatulenz und anhaltendem, aber oft vergeblichem Stuhldrang.

 

Verdauungsbeschwerden

Verdauungsbeschwerden mit Blähungen sind sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter ein häufig auftretendes Problem. Sie äußern sich meist in Form von kolikartigen Bauchschmerzen, Völlegefühl, einem aufgetriebenen Bauch, lauten Darmgeräuschen, unangenehmen Aufstoßen und dem vermehrtem Abgang von Darmgasen. Gerade Kinder zwischen 5 – 10 Jahren sind besonders häufig betroffen. Jährlich erkranken 15-20 % dieser Altersgruppe an Bauchschmerzen1, die häufig auf Blähungen zurück zu führen sind. Ursachen hierfür sind oftmals Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln oder Nahrungsmittelbestandteilen. Da Kinder Ihre Symptome in der Regel nicht exakt beschreiben können, müssen auch Ursachen wie eine Blinddarmentzündung oder Harnwegsinfekte ausgeschlossen werden.

Blähungen haben meist harmlose Ursachen. Typische Auslöser sind ungewohnte Speisen z.B. in der Kita oder der Schulkantine. Auch im Urlaub, besonders auf Fernreisen, hat oft die ganze Familie mit den ungewohnten Speisen und Gewürzen zu „kämpfen“.
Generell sind schwer verdauliche Nahrungsmittel wie z.B. Zwiebeln, Kohlarten und Hülsenfrüchte ein „verlässlicher“ Verursacher von Blähungen. Diese Nahrungsmittel sind reich an unverdaulichen Ballaststoffen was bei der Verstoffwechselung zu vermehrter Gasbildung führt. Kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol oder bestimmte Medikamente sowie übermäßiger Konsum von Kohlenhydraten können ebenfalls zur vermehrten Gasbildung führen. Hierbei ist aber die individuelle Darmflora entscheidend, denn nicht alle Menschen reagieren gleichermaßen mit Blähungen auf die genannten Lebensmittel.
Auch das Schlucken von zu viel Luft, z.B. bei beruflichem Stress oder durch zu hastiges Essen gehört zu den möglichen Ursachen von Blähungen. Zu kolikartigen Schmerzen kann es kommen, wenn Darmgase nicht ausreichend entweichen können, sodass die Darmwände gedehnt werden.

Bellilin® reguliert die Verdauung auf natürlich sanfte Weise. Die Kombination aus vier aufeinander abgestimmten, homöopathischen Inhaltsstoffen hilft:

  • gasbedingtes Völlegefühl und einen aufgetriebenen Bauch zu reduzieren
  • vermehrtes Aufstoßen und den Abgang von Darmgasen zu verringern
  • die Darmtätigkeit zu normalisieren

1. Gortner, Meyer, Sitzmann, Duale Reihe Pädiatrie, Thieme Verlag, Stuttgart 2012

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Dreimonatskoliken

Wenige Wochen nach der Geburt müssen viele frischgebackenen Eltern feststellen, dass ihr Baby ohne erkennbaren Grund schreit und nicht zu beruhigen ist. Bis zu 40 % der Babys im Alter zwischen einem und vier Monaten leiden unter Säuglingskoliken- auch als Dreimonatskoliken bezeichnet.

Die Ursachen von Säuglingskoliken sind noch nicht vollständig geklärt. Möglicherweise sind Veränderungen im Verdauungstrakt zu Beginn der Entwicklung ausschlaggebend oder es kommt zu Verdauungsproblemen mit übermäßiger Gasbildung aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber einem oder mehreren Milchbestandteile.
Manche Babys reagieren allgemein sensibel auf die neue Umgebung oder haben noch nicht gelernt sich selbst zu beruhigen.

Säuglingskoliken äußern sich durch exzessives Schreien eines sonst gut gedeihenden und gesunden Säuglings. Die anfallartigen Schreiattacken treten meist im Anschluss an Mahlzeiten oder in den frühen Abendstunden auf. Das Baby krümmt sich vor Schmerzen, zieht die Beinchen und Fäuste an, hat einen harten, aufgeblähten Bauch und überstreckt den Kopf nach hinten.

Wenn das Baby an den meisten Tagen ohne erkennbaren Grund mehr als ein paar Stunden pro Tag schreit, sollte das mit dem Kinderarzt abgeklärt werden. Der Arzt wird andere Erkrankungen ausschließen wollen, z.B. Infektionen oder Entzündungen. Wenn das Baby gut trinkt, zunimmt und allgemein gesund ist, besteht kein Grund zur Sorge.

Bellilin® reguliert die sensiblen Verdauungssysteme von Säuglingen und Kleinkindern auf sanfte Weise und lindert so Blähungen bei Verdauungsbeschwerden, die insbesondere im Zusammenhang mit Dreimonatskoliken auftreten.

Bellilin® hilft:

  • gasbedingtes Völlegefühl und einen aufgetriebenen Bauch zu reduzieren
  • vermehrtes Aufstoßen und den Abgang von Darmgasen zu verringern
  • die Darmtätigkeit zu normalisieren

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Dreimonatskoliken: Das können Sie selbst tun

Ganz gleich, was Ihrem Baby zu schaffen macht: Körperkontakt macht alles gleich erträglicher. Nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm, schmusen Sie mit ihm, tragen Sie es im Tragetuch umher, wiegen Sie es sanft. Bewährt hat sich der „Fliegergriff“, bei dem Sie Ihr Kind bäuchlings auf Ihren Unterarm legen, sein Köpfchen gut abstützen und es leicht wippend umhertragen. Sanfte Musik, leises Singen oder Summen wirken dabei zusätzlich beruhigend. Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner beim Tragen ab, und ruhen Sie sich zwischendurch immer wieder etwas aus.

Manche Eltern schwören darauf, dass ihr Kind sofort ruhiger wird, wenn sie den Staubsauger anstellen, weißes Rauschen per App abspielen (die Töne sollen das Baby an die Geräusche im Mutterleib erinnern) oder ihren kleinen Schreihals auf eine Spazierfahrt ins Auto packen. Der Nutzen dieser Maßnahmen ist individuell sehr unterschiedlich. Schauen Sie achtsam darauf, was Ihrem Kind guttut und was nicht. Probieren Sie aus, aber lassen Sie sich auch nicht zu rasch entmutigen und wechseln Sie nicht gleich die Methode, wenn diese nicht sofort den gewünschten Erfolg bringt.

Wärme und Tee wirken entkrampfend und helfen Bauchweh-geplagten Säuglingen. Zwei bis drei Teelöffel ungesüßter Anis-Fenchel-Kümmeltee vor den Mahlzeiten schaffen Linderung. Sie können den Tee auch mit abgepumpter Muttermilch oder Pre-Nahrung mischen und mit der Flasche füttern. Verweigert Ihr Kind das Fläschchen, können Sie den Muttermilch-/Pre-Nahrung-Tee-Mix auch behutsam mit dem Becher füttern.

Wenn Sie stillen, hilft es, täglich mehrfach einige Kümmelsamen zu kauen, die Wirkstoffe werden über die Muttermilch direkt an Ihr Kind weitergeben. Trinkt Ihr Kind zu hastig und verschluckt sich öfter, wechseln Sie Ihre Stillpositionen.

Füttern oder stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf und sorgen Sie für ausreichend warme Kleidung, das unterstützt die Verdauungstätigkeit. Ein kleines, leicht angewärmtes Kirschkern- oder Dinkelspelzkissen, das Sie Ihrem Kind zwischen Hemd und Unterhemdchen stecken, ist ebenfalls sehr hilfreich. Erwärmen Sie das Kissen bei ca. 600 Watt für etwa anderthalb Minuten in der Mikrowelle und testen Sie anschließend auf dem Handrücken, ob es die passende Temperatur hat. Sollte es einmal zu heiß geworden sein, legen Sie es einfach einige Minuten zur Seite. Verwenden Sie einen Schutzbezug für das Kissen, um den direkten Kontakt mit der empfindlichen Babyhaut zu vermeiden und auch so Verbrennungen vorzubeugen.

Auch ein warmes Bad kann schon mal ein kleines Wunder bewirken. Mit einem Badethermometer bestimmen Sie zuverlässig die richtige Wassertemperatur von 37 °C. Länger als fünf Minuten sollte das Babybad im ersten Vierteljahr nicht dauern. Später kann Ihr Kind dann auch bis zu zehn Minuten in der Wanne bleiben. Achten Sie darauf, dass die Luft im Raum schön warm ist: 25 °C sollten es schon sein, damit Ihr Kind in der Wanne und nach dem Bad nicht friert.

Danach reiben Sie den Bauch sanft mit einigen Tropfen Öl, wie z.B. spezielle Windeöle ein. Bei der Bäuchlein-Massage ist es wichtig, dass Sie dies in leicht kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn tun. Dadurch bewegen Sie die Luft im Dickdarm in die richtige Richtung, und Ihr Kind wird seine Windchen schneller los.

Führen all diese Methoden nicht zur Besserung, können Sie Ihrem Kind nach Rücksprache mit einem Arzt, Apotheker oder Ihrer Hebamme auch homöopathische Medikamente wie z.B. Bellilin® verabreichen. Fragen Sie einfach nach.

Bedenken Sie, dass das Schreien zwar ein Zeichen ist, aber Ihrem Baby nicht schadet. Hier gilt es Ruhe zu bewahren. Wenn Ihre Nerven blankliegen, reagieren Sie rechtzeitig: legen Sie Ihr Kind an einem sicheren Ort ab und verlassen Sie den Raum. Tief durchatmen. Rufen Sie Ihren Partner, Verwandte oder eine Freundin an und bitten Sie um Unterstützung. Denn nur wer selbst ruhig bleibt, kann andere beruhigen. Holen Sie sich Rat in der Apotheke, beim Kinderarzt, einer Schreiambulanz oder bei Ihrer Hebamme. Auch unter www.schreibaby.de finden Sie hilfreiche Informationen.
Niemals dürfen Sie Ihr Kind schütteln oder schlagen! Leider verursachen unkontrollierte Handlungen dieser Art immer wieder tödliche bzw. schwerwiegende, bleibende Verletzungen von Säuglingen.

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Häufige Fragen (FAQ)

Im Folgenden finden Sie einige hilfreiche Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wann wird Bellilin® angewendet?

Die Anwendungsgebiete von Bellilin® leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehört: Blähsucht (Meteorismus).

Was sind die typischen Symptome von Blähungskoliken im Säuglingsalter?

  • heftiges, lang anhaltendes Schreien bei einem gesunden Baby, das Kind lässt sich kaum beruhigen
  • erhöhte Reizbarkeit
  • aufgeblähter Bauch
  • der Bauch des Babys ist hart und gespannt, angezogene Knie, geballte Fäuste und gebogener Rücken
  • Schlaflosigkeit / Erschöpfung

Welche Symptome können auf eine schwerwiegendere Erkrankung hinweisen?

  • mangelhafte, keine Gewichtszunahme
  • schrilles Schreien (schärfer und dramatischer als gewöhnlich)
  • andauernde Unruhe (24h-Dauerschreien mit nur sehr wenigen und kurzen Pausen dazwischen)
  • Lethargie: exzessive Schläfrigkeit, mangelndes Interesse an der Umgebung (reduzierte Mimik), schwaches Saugen beim Trinken
  • eingesunkene oder vorgewölbte weiche Stelle auf dem Kopf (Fontanelle)
  • exzessives Spucken (gelb-grünlich, blutig)
  • Stuhlveränderungen (Verstopfung/Diarrhö mit Blut und/oder Schleim)
  • abnormale Körpertemperatur

Was ist die empfohlene Dosierung für Bellilin®?

Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bei akuten Beschwerden sollten Sie halbstündlich bis stündlich je 1 Tablette (höchstens 6-mal täglich) einnehmen. Eine über eine Woche hinausgehende häufige Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen.

In chronischen Fällen sollten Sie 1- bis 3-mal täglich je 1 Tablette einnehmen.

Säuglinge im ersten Lebensjahr sollten nach Rücksprache mit einem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis erhalten. Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr sollten die Hälfte und Kinder zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr sollten zwei Drittel der Erwachsenendosis erhalten.

Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Einnahme zu reduzieren.

Sie sollten die Tablette eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen einnehmen und sie vorzugsweise langsam im Mund zergehen lassen. Bei kleinen Kindern empfiehlt es sich, die Tabletten vor der Einnahme in etwas Wasser aufzulösen.

Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Wie lange kann ich meinem Kind Bellilin® verabreichen?

Bellilin® ist ein sicheres und sanftes homöopathisches Arzneimittel, das so lange verabreicht werden kann, wie die Symptome andauern. Wenn bei Ihrem Kind keine Besserung auf Bellilin® eintritt oder zusätzliche Beschwerden auftreten, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Was sind mögliche Nebenwirkungen von Bellilin®?

Weizenstärke kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Hinweis:
Nach der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels können sich die bestehenden Beschwerden vorübergehend verschlechtern (homöopathische Erstverschlimmerung). In diesen Fällen wird empfohlen, die Gabe von Bellilin® zu beenden und einen Arzt aufzusuchen.

Was sind die Gegenanzeigen für die Verwendung von Bellilin®?

Bellilin® darf nicht eingenommen werden, wenn Ihr Kind überempfindlich (allergisch) gegen einen der Wirkstoffe, Weizenstärke oder einen der sonstigen Bestandteile von Bellilin® ist.

Kann Bellilin® zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden?

Ja, Bellilin® kann problemlos in Kombination mit anderen Medikamenten, die von einem Arzt oder Heilpraktiker verschrieben wurden, eingenommen werden. Es wurden bisher keine Wechselwirkungen beobachtet.

Was sind die wesentlichen Vorteile von Bellilin®?

Bellilin®

  • Kann von Geburt an eingenommen werden
  • Homöopathisch wirksam
  • Sanft verträglich
  • Einfach einzunehmen: Tabletten langsam im Mund zergehen lassen.
  • Tipp: Bei kleinen Kindern die Tabletten vor Verabreichung in etwas Wasser auflösen

Wo kann man Bellilin® kaufen?

Bellilin® ist ein Arzneimittel und daher nur in Apotheken erhältlich.

Bellilin® ist rezeptfrei erhältlich.

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Dosierung

Falls nicht anders verordnet ist die übliche Dosis:

Kinder von 0 bis 1 Jahren:

1/3 der Erwachsenendosis

Kinder von 1 bis < 6 Jahren:

1/2 der Erwachsenendosis

Kinder von 6 bis < 12 Jahren:

2/3 der Erwachsenendosiss

Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene:

Halbstündlich bis stündlich je 1 Tablette (höchstens 6 x täglich)

Dazu wird jeweils 1 Tablette in 6 TL Wasser aufgelöst. Von dieser Lösung erhalten Kinder:

  • bis 12 Monate: 2 TL
  • ab 1 bis < 6 Jahren: 3 TL
  • ab 6 bis < 12 Jahren: 4 TL

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